Archiv für März 2009

Unter der Sonne springen
die aufgehängten Katzen auf: Gedärme zeigen!
Das ist eine ungeschämte Veräußerung! Ich rufe den
Herr Wachmeister! In den vollen Lichtgläsern
tanzt ein Mann wie züngelnde Laternenflammen herbei:
Der Grüßgott liegt in der Schublade, griffbereit wie Schaufeln
und die Halbtrunkenen wurden aus der Spelunke gewunken oder Tavernen.
Schuhe miauen auf Pflaster, die Stadt zeigt stumpfe Zähne,
aus vollem Mund dieses Geraune und Knirschen, am liebsten will man
sie ihr ausschlagen diese Allzeitaktionen solange der Vorrat reicht,
als ob die Fließbänder ins Nichts reichten, ein Gnadenbrot also,
angedreht zum Wirbelwind von 16 Bildern pro Sekunde:
Die Zeit ist gestreckt von all dem Zeug, das sag ich euch,
aufgeladen in einer Spritze, die leblos
in Mäanderarmen hängt.

Traumgebläut bist du
von Landschaften auf
weichem Pilz,
ausgebreitet zwischen Zehen
aus Schwimmgängen in wärmster Zeit.
Das Wasser erlöste die Haut
in chlorhaltige Tränen,
ganz normal verschwimmen sie
auf feuchter Haut. Traumgebläut,
sicher in den Versen,
sehn dich nach den Stränden;
warmer Sand klebt dir an den Fersen,
gewogen von der Abendsonne,
in all der Ruhe diese Flut.

Blaublüter

Auf Kurs, Eisberg voraus,
wir gehen unter
die Leute,
schockgefrostet
blau vor lauter Geblüm.
Romantische Gezeiten
erstarren und wieder
bröckeln die Eisberge
in bewegtes Meer.

Weltumsegelohren
schwingen nach Gesang,
der heimlich im Polarkreis bricht,
und unter Meeren Wale wiegt
in himmlischsten Schlaf.

Salzer in den Hacken
treten, dir Waldläufer
mit den Lidern tief im Gestirn
unterhimmlischer Zeit, Träume los -
oberhalb der Fersen
schlitzt du gangbar,
fällt sich ein Mensch.

Abgesetzt auf einem
Markt ohne Nachfrage
und der Preis steigt
ins Bodenlose für Zeichenleeren,
die umgedreht, an der Unterseite
der Oberfläche ungreifbar
mit der Zeit scharmützeln.
Die Welt hat eine Mittelohrentzündung
und geht nur noch auf die Bilder ab.

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