Archiv für Oktober 2009

Ich lege die Augen aus.

ich bette sie im Wald, im Nebel;

da liegen sie kühl und sanft.

Weißer Rauch hebt sich

leicht aus der Lok. Im Kopf

hab ich schon die Gleise umgestellt,

auch wenn unten die Schritte noch knarzen im Holz.

 

Ich stehe am glühenden Kessel. Es

ist vorm Erfrieren auszuhalten die

brennende Haut, während der Zug

in ein gelbes Tal einrollt.

Das Rattern ist so hell im Öl,

dass du dich kaum festhältst,

auch wenn unten die Schritte noch knarzen im Holz.

 

Zwischen einsamen Tannen ein Halten

und Fallen wie aus allen Wolken. Das Grün

der Nadeln ist stolz nach dem Herbst.

Du siehst deinen Atem im Schnee. Er

frisst dir den Lärm von den Sohlen und beim

Eintreten der Dinge fällt es dir wieder ein,

dass unten die Schritte noch knarzen im Holz.

‘und: Die westgerm. Konjunktion mhd. und[e], ahd. unta, unti [...], die im germ. Sprachbereich mit aisl. en[n] “auch, und, aber” verwandt ist, ist unbekannter Herkunft.’

Zitiert aus dem Duden Herkunftswörterbuch; 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage

(Fülltext)

Nur so, nur dich zu sehen, darum,
wie nur um uns zu sehen, einfach so,
sahen wir uns, zwei Geeinzelte;
wir gingen auch irgendwann
(es ist schon spät) und ich raubte
dir die augenwinkel aus (wie einem scheuen reh,
geschossen)

“der span blakt (natürlich!)
am ende der eisernen tülle”!

In all dem Dunkel muss
eine Perle funkeln;
eine blindes Perlmutauge
gefunden worden sein.

Ich schiebe noch einmal den Abgrund voraus.
Wer suhlte sich nicht gern im glitschgelben Lehm
und erriet seine Grenzen?
Es ist so finster geworden überm Schnee. Der Winter
kühlt den Augenring. Manchmal
spürst du noch das schlagende Argument der Zeit.

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